7 Bürgermeister/innen befürworten ein Erdkabel statt der Freileitung

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Statt der geplanten Freileitung fände ein Erdkabel „deutlich breitere Akzeptanz“ in der Bevölkerung. Dieser Botschaft an den Landeshauptmann fügten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden gleich ein Richtpreisangebot für die Kabelvariante an.

Die 110-kV-Freileitung rufe nicht nur bei der Bürgerinitiative, sondern auch bei der allgemeinen Bevölkerung Besorgnis hervor. Die Resolutionen der Gemeinden spiegelten dies wider – so die einleitende Begründung des Briefes, den Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer jetzt von den betroffenen Bürgermeistern erhielt. Mit den sechs „Resolutionsgemeinden“ nahm dabei erstmals auch Kirchham zur umstrittenen Freileitung Stellung.

Pühringer wird von den Bürgermeistern nicht nur als Landeshauptmann, sondern auch als Eigentümervertreter der Energie AG ersucht, auf die Entscheidungsträger „einzuwirken“: Sie sollen die Kabelvariante ernsthaft weiterverfolgen und so den Sorgen der Bevölkerung und dem Landschaftsschutz besser Rechnung tragen.
Kabelkosten niedriger als bisher kolportiert
Das den Gemeinden – und nun auch dem Land – vorliegende Richtpreisangebot deutet darauf hin, dass die Kosten für die Erdkabel-Variante deutlich niedriger liegen könnten als die von der Energie AG bisher angegebenen 54 Mio. Euro. Zu den im Angebot genannten reinen Herstellungskosten für das Erdkabel in Höhe von 18,5 Mio. Euro kämen je nach Ausführung der weiteren technischen Einrichtungen 6,8 bis 9,8 Mio. Euro und für Entschädigungen ca. 1,5 Mio. Euro hinzu.
Das Kabel würde auf dem größten Teil der 5 km kürzeren Trasse eingepflügt. Vorteil der unterirdischen Leitung wäre eine deutlich geringerer Magnetfeldbelastung. Die Spuren der Verlegung wären im Grünland schon nach ca. einem Jahr nicht mehr erkennbar. Wald wäre so gut wie gar nicht betroffen, die Servituts- und Arbeitsstreifen in jedem Fall erheblich schmäler. Für die normale landwirtschaftliche Nutzung gibt es nach der Verlegung keine Behinderung.
Ausdrücklich begrüßt wird von den Bürgermeistern die vom Land bei der TU Graz bestellte Studie: Sie soll bis Mitte Dezember bewerten, ob der Netzausbau überhaupt nötig ist – und falls ja, wie sich ein Erdkabel dafür eignet.
Hier gibt es ein kurzes Video, das den Verlegepflug in Aktion zeigt!

 

 

 


 

Verfasst von 110kV ade am 8. Oktober 2010 - 11:11
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