Tarek Leitner ist unser Zeuge. Und der Alpenverein. Und wer nicht noch alles…

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Vernünftige Leute gibt es genug. Nur hört weder die Energie AG noch Landeshauptmann Pühringer auf sie. So hat  ORF-Moderator Tarek Leitner (Foto) eine "Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs" vorgelegt. Freileitungen wie die zwischen Kirchdorf und Vorchdorf geplante würden sich hier nahtlos als Beispiele einfügen. Und Naturschutzverbände wie der Alpenverein (auch sie hat Pühringer im vorliegenden Fall mit nichtssagenden Zeilen abgefertigt) melden sich auch jetzt wieder warnend zu Wort…

"Die Philosophie der Ingenieure darf nicht die Überhand gewinnen." sagt Tarek Leitner im Interview mit den Oö. Nachrichten zum Thema seines Buchs "Mut zur Schönheit". Und er betont, dass es oft keine Vorteile bringt, sich ein paar Cent zu ersparen. Genau darum geht es auch bei der Weigerung der Energie AG, ein Erdkabel zu verlegen: 1,52 Euro im Jahr kämen für den einzelnen Stromkunden auf seine Rechnung drauf. Doch dafür: Keine Landschaftsverschandelung in einem Gebiet, wie es nicht mehr viele gibt (Fotos dazu hier). Tarek Leitner ist zuzustimmen: "Wir müssen jetzt, in diesem Moment, erkennen, dass ein Zeitpunkt erreicht ist, an dem das ganze System kippen kann."

Als ORF-Moderator wollte Leitner nicht mit Stellungnahmen zu laufenden Auseinandersetzungen zitiert werden. Die ganze Tendenz seines Buches macht aber deutlich, für welche Sache sein Herz schlägt. Ähnlich hatte sich auch schon etwa der bekannte Leiter der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau, Prof. Kurt Kotrschal, im Interview mit uns geäußert. Der Oö. Umweltanwalt Dr. Martin Donat nannte die geplante Freileitung insbesondere auf dem Höhenzug bei Steinbach "nicht bewilligungsfähig". 

Der Alpenverein hatte bereits vor langem in einem ausführlichen Brief an Landeshauptmann Pühringer auf eine Erdkabellösung gedrängt. Prominente Vertreter des Verbands haben auch jetzt wieder im Fall der geplanten 110-kV-Leitung in Kärnten diese Forderung gestellt und dies mit Natur- und Umweltschutz begründet, berichtet die Kleine Zeitung. In gleichem Sinne: die Naturfreunde. Inzwischen gibt es aus den maßgeblichen Kreisen der Landespolitik überhaupt keine Äußerungen mehr zu diesem Thema. Auch die Energie AG beschränkt sich seit langem darauf, unsere Homepage abzugrasen. Aber es wird sich zeigen, ob die Arroganz der Macht den längeren Atem haben wird…

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Verfasst von 110kV ade am 19. Oktober 2012 - 8:55
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