Landesrat Eisl (ÖVP): "Kabel bei weitem nicht so teuer"

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Der Salzburger Energie-Landesrat Sepp Eisl (Foto) kehrte mit aktuellen Erkenntnissen zum Thema "Erdverkabelungen" aus dem deutschen Bundesland Niedersachsen zurück. Dort sieht man inzwischen, dass die Erdkabel "bei weitem nicht so teuer wie bisher immer kommuniziert" sind, sagte Eisl laut einem Bericht der niedersächsischen Staatskanzlei. Dies habe auch der deutsche Stromversorger e.on bestätigt. Hintergrund für die entsprechenden Berechnungen sind die wesentlich geringeren Stromverluste bei Erdkabeln…

Die zahlreichen Initiativen für eine zumindest teilweise Erdverkabelung der 380-kV-"Salzburgleitung" haben die Äußerungen ihres zuständigen Landesrats wohl registriert. Allerdings war die Haltung der Landesregierung zuletzt hinsichtlich dieser Forderungen resignativ: Das Kabel habe keine Chance mehr. Forderungen, dies doch noch z.B. über die soeben eingeleitete Umweltverträglichkeitsprüfung indirekt zu erzwingen, haben bisher kein deutliches Echo gefunden. 

Eisls Aussagen können zwar nur eingeschränkt auf die geplante 110-kV-Leitung Vorchdorf - Kirchdorf übertragen werden, da diese meist nur zu knapp einem Drittel ihrer Leistungsfähigkeit genutzt werden soll. Die Kabel-Mehrkosten sind in diesem Fall aber ohnehin für den Konsumenten praktisch gleich Null. Es fällt jedoch auf, dass ein prominenter ÖVP-Politiker derart für eine ökologisch verträglichere Form der Energieversorgung Position bezieht. 

 


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