Energie AG verbreitet bewusst die Unwahrheit – wieder einmal

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Unter "Berücksichtigung aller Anträge und Einwendungen" sei die Bewilligung der 110-kV-Freileitung Kirchdorf - Vorchdorf abermals positiv beurteilt worden, freut sich die Energie AG jetzt in einer Presseaussendung. – Wie anders soll man das denn verstehen, als dass solchen Anträgen und Einwendungen eben stattgegeben wurde? Und dass nun alle zufrieden sind? Doch genau das Gegenteil ist der Fall…

Die Bewilligung ist in Wahrheit ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen: Tausende (!) Menschen, die sich gegen die Freileitung und für die Alternative "Erdkabel" eingesetzt haben und die nun weiter kämpfen müssen und werden! Die Energie AG weiß das genau. Und doch versendet sie eine Presseerklärung (siehe Anhang), die einen völlig verfehlten Eindruck erwecken soll: nämlich, dass der Bescheid des Wirtschaftsministeriums alle Probleme aus dem Weg geräumt habe. 

Das behauptet allerdings nicht einmal das Wirtschaftsministerium selbst. Hier wird wenigstens eingestanden, dass Belastungen durch eine Freileitung (anders als beim Erdkabel übrigens) zwangsläufig entstehen. Das ist halbwegs ehrlich, auch wenn dem etwas Wesentliches entgegenzuhalten ist: Die Belastung ist vermeidbar. 

Doch was die Energie AG in die Welt setzt, ist einfach nur eine menschenverachtende Verhöhnung der Betroffenen: ruinierte Kleinwaldbesitzer; Landwirte, deren Hofübergabe aussichtslos würde; Häuslbauer, deren Kapital oder Alterssicherung pulverisiert wäre. Sie alle wurden genau nicht berücksichtigt, sondern über sie soll drübergefahren werden, koste es was es wolle. Doch noch längst hat die Energie AG nicht alle Genehmigungen. Eins aber steht schon fest: Dieser Milliardenkonzern handelt eiskalt. Er hat sich sehr weit von der Bevölkerung dieses Landes entfernt. Es könnte sein, dass sich die Bevölkerung demnächst auch einmal von ihm abwendet. 

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Verfasst von 110kV ade am 1. November 2012 - 17:38
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