Vier gute Nachrichten zum Jahresschluss

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  1.  In der Schweiz hat einmal mehr das (letztinstanzliche) Bundesgericht den Vorinstanzen Nachhilfe in Sachen Erdkabel erteilt: Die Beschwerde gegen eine geplante 380-kV-Freileitung von fast 30 km Länge hat jetzt aufschiebende Wirkung. Eine Erdkabelalternative muss – der Forderung der Beschwerdeführer entsprechend – zunächst geprüft werden.  (Näheres beim Schweizer Wirtschaftsinfo cash.ch)
     
  2. Aussagen von Netzbetreibern zu überhöhten Erdkabelkosten haben kurze Beine – wie sich jetzt wieder in Kärnten herausstellte. Um rund ein Drittel billiger als von Landesenergieversorger KELAG behauptet sind die Kosten für die Erdkabelalternative im Raum Villach, wo eine 110-kV-Freileitung gerade mit Zwangsenteignungen durchgeprügelt werden soll. Der Schwindel flog durch Nachforschungen der regionalen Bürgerinitiativen auf, wie die Kleine Zeitung berichtet. 
     
  3. "Enteignungen sind nicht mehr rechtskonform", meint ein renommierter Europarechtsexperte jetzt im Fall derheftig umstrittenen 380-kV-Salzburgleitung. Die Behauptung der Betreiber, es gebe keine Alternativen sei zu hinterfragen. Sonderopfer der Grundeigentümer zum wirtschaftlichen Vorteil der Konzerne ebenso. Ein aufschlussreiches Interview im Salzburger Fenster.
     
  4. Werbung für 110-kV-Erdkabel als Fortschritts-Technologie macht ausgerechnet der Salzburger Energie-Landesrat Sepp Eisl (ÖVP). Bei ihm und der Salzburg AG zu Gast: seine (rote) Fachkollegin der Kärntner Landesregierung und Vertreter der KELAG. Die Salzburger Landeskorrespondenz hebt vor allem die raschere Umsetzung der Leitung und die moderaten Mehrkosten hervor. 

 


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