Erdkabel Villach: Der neue Kärntner Energie-Landesrat könnte helfen

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Rolf Holub (Grüne) ist neuer Energie-Landesrat in Kärnten. Auf ihm ruhen nun neue Hoffnungen der Bürgerinitiativen in der Region Villach, die sich für ein 110-kV-Erdkabel einsetzen. Vor der Landtagswahl hatte Holub Unterstützung versprochen, und angeblich will er nun dazu stehen. Kommende Woche findet ein Gespräch mit den Bürgerinitiativen statt. 

Bericht in der Kleinen Zeitung und mehr Info unter "Weiterlesen"

Foto (Kleine Zeitung): Landesrat Holub – von ihm erhoffen sich die Bürgerinitiativen mehr als Wortgeklingel 

Vollmundige Zusagen hatte es von Ex-Landeshauptmann Dörfler vor rund einem Jahr gegeben. In die Hand genommen hatte der FPK-Chef jedoch nichts Wirkliches – außer einer Kettensäge, mit der er einen symbolischen Strommasten umschnitt. Holubs Vorgängerin Beate Prettner (SPÖ) brachte zwar ein neues Kärntner Elektrizitätsgesetz auf den Weg, hatte aber gleich mehrere Handicaps: Als Privatperson war sie von der umstrittenen Freileitung selbst betroffen und galt daher als befangen. Die FPK schlug ihr diesen Umstand genüsslich um die Ohren. Und auch Dörfler hielt mehr von Parteienhickhack als von gemeinsamem Vorgehen gegenüber der KELAG. Für ihn war Prettner nur ein "Hascherl". Die aus diesem Ausspruch folgende Eskalation kostete ihn zwar letztlich sein Amt. Doch Prettner war öffentlich entmachtet. 

Ihr Elektrizitätsgesetz hätte ohnehin nicht mehr auf die laufende Genehmigung der Freileitung bei Villach angewendet werden können. Und wegen rechtlicher Konflikte mit dem "stärkeren" Bundesgesetz hatten die Landesjuristen dem Entwurf die entscheidenden Zähne vor der Verabschiedung schon gezogen: Was blieb, waren nette Empfehlungen für Erdverkabelungen. 

KELAG oder Landespolitik: Wer hat das Sagen?
Die Lage ist nun spannend: Holub ist ein politisches Schwergewicht, und wenn er mit dem neuen Landehauptmann Peter Kaiser (SPÖ) an einem Strang zieht, könnte die KELAG zumindest in Argumentationsnot kommen. Hier wird vielleicht vorgeführt werden, was auch bei der Leitung Vorchdorf - Kirchdorf im Raum steht: nämlich, ob die Politik noch die Kraft aufbringt, ein ziemlich genau halbstaatliches Unternehmen zum Einlenken zu bewegen.

Angesichts der gewaltigen Gewinne der KELAG und der geringen Mehrkosten des Erdkabels dürfte Geld keine Rolle spielen. Doch der Kärntner Stromkonzern hat fast alle Bewilligungen, und die Enteignungen der Grundeigentümer sind in der zweiten Instanz. Was nun zwischen Holub und den Bürgerinitiativen am 8. Mai herauskommt findet selbst die KELAG "spannend".

 


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