Energie AG auf dem Vormarsch – gegen die Wand

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Wie Staubsaugervertreter suchen die Werber der Energie AG seit Wochen Grundeigentümer entlang der geplanten Freileitungstrasse heim. Mit Zuckerbrot, zunehmend aber nur noch mit Peitsche wird um Zustimmung zur 110-kV-Leitung "ersucht". Der Erfolg ist mehr als dürftig. Wohl auch deswegen ließ man jetzt probeweise einmal mit fünf Enteignungsanträgen die Muskeln spielen. Der "Erfolg" geht nach hinten los: Ein Vorchdorfer Grundeigentümer, der schon zugestimmt hatte, hat gerade seine Unterschrift zurückgezogen…
Foto: Schluss mit "Drüberfahren", darin sind sich die Betroffenen einig.
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"Bereits die Hälfte" habe zugestimmt – mit dieser Aussage wollte ein Mitarbeiter der Energie AG kürzlich einen Grundeigentümer zur Unterschrift pro Freileitung überreden, erfolglos übrigens. Denn tatsächlich ist der seit Wochen anhaltende Druck auf die Gegner der Leitung, deren Grundstücke die Energie AG braucht, nahezu wirkungslos.

Schon vor über einem Jahr waren es rund 80 Parteien, die beharrlich für die gleichwertige Erdkabel-Variante gekämpft haben. Weniger als zehn davon haben seit Beginn der neuen Aktionen unter massivem "Beschuss" einen Dienstbarkeitsvertrag unterschrieben, glaubt man der Rechnung der Energie AG.

Salamitaktik wird ein Fass ohne Boden
Jetzt allerdings hat der erste Grundeigentümer, der erst gerade nachgegeben hatte, seinen Rücktritt von dem Vertrag erklärt, der es der Energie AG erlaubt hätte, auf seinem Grund die Freileitung zu bauen. Weitere könnten folgen. Dann dürfte es immer schwieriger werden, Grundeigentümer einzeln und nacheinander "weichzukochen". Der Druck auf die Außendienstler des Konzerns könnte sich also weiter verschärfen. Denn schon was die Forderung nach dem Erdkabel betrifft, dürfen die Energie-AG-Mitarbeiter jedenfalls keine Kompromissbereitschaft zeigen: "Sonst sind wir schon heute nachmittag draußen", wie es bei einem Hausbesuch hieß.

Ein Ende der verbissenen Attacken ist erst zu erwarten, wenn die Prüfung der neuen Rechtslage zumindest eine Umweltverträglichkeitsprüfung erzwingt, in der noch deutlich mehr Menschen als jetzt Einsprüche geltend machen können. Eine Perspektive, die auch auf Ebene der Landespolitik Nervosität auslöst.   

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"Mit uns gibts kein Durchkommen für die Freileitung!"

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Verfasst von 110kV ade am 23. März 2014 - 11:52
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